Giersch für Pferde: Das unterschätzte Superfood für die Pferdegesundheit
Giersch – für viele Gartenbesitzer ein lästiges Unkraut, für Pferdebesitzer ein wahrer Schatz! Erfahre, warum Giersch eine wertvolle Ergänzung zum Futterplan deines Pferdes sein kann und welche gesundheitlichen Vorteile er bietet.
Giersch für Pferde: Das unterschätzte Superfood für die Pferdegesundheit
Giersch, auch bekannt als Geißfuß oder Dreiblatt, ist ein weit verbreitetes "Unkraut", das oft in Gärten und am Wegesrand wächst. Was viele nicht wissen: Giersch ist nicht nur für den Menschen essbar und gesund, sondern auch für Pferde ein wertvolles Futter!
Warum Giersch für Pferde gut ist
Giersch ist reich an wichtigen Nährstoffen und bietet deinem Pferd zahlreiche gesundheitliche Vorteile:
- Vitamine: Giersch enthält viel Vitamin C und Karotin (Provitamin A), die das Immunsystem stärken und zur Gesunderhaltung der Haut und Schleimhäute beitragen.
- Mineralstoffe: Giersch liefert wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Silizium. Diese sind wichtig für den Knochenbau, die Muskelfunktion, den Stoffwechsel und die Nerven.
- Spurenelemente: Auch Spurenelemente wie Mangan und Zink sind in Giersch enthalten. Diese sind wichtig für verschiedene Stoffwechselprozesse und die Enzymaktivität.
- Sekundäre Pflanzenstoffe: Giersch enthält verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Flavonoide, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften haben.
- Positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel: Giersch wirkt stoffwechselanregend und kann somit die Entgiftung des Körpers unterstützen.
Giersch in der Pferdefütterung: So geht's
Du kannst Giersch auf verschiedene Arten in die Fütterung deines Pferdes integrieren:
- Frisch gepflückt: Am besten ist es, Giersch frisch zu pflücken und direkt zu verfüttern. Achte darauf, dass du ihn an unbelasteten Stellen sammelst, fernab von Straßen und gespritzten Feldern.
- Getrocknet: Du kannst Giersch auch trocknen und ihn als Beimischung zum Heu oder Müsli anbieten. Die Trocknung konserviert die wertvollen Inhaltsstoffe.
- Als Kur: Besonders im Frühjahr und Herbst, während des Fellwechsels, kann eine Giersch-Kur sinnvoll sein, um den Stoffwechsel zu unterstützen.
- Geschnitten: Giersch ist auch geschnitten erhältlich, beispielsweise bei Hotte Maxe oder Amazon.
Dosierungsempfehlung
Die Dosierung von Giersch hängt von der Größe und dem Bedarf deines Pferdes ab. Als Richtwert kannst du folgende Mengen verwenden:
- Großpferd (Warmblut, ca. 600 kg): 50-100 g frischer oder getrockneter Giersch pro Tag
- Kleinpferd/Pony: 25-50 g frischer oder getrockneter Giersch pro Tag
Beginne mit einer kleinen Menge und steigere sie langsam, um zu sehen, wie dein Pferd den Giersch verträgt.
Worauf du beim Sammeln und Verfüttern von Giersch achten solltest
- Verwechslungsgefahr: Giersch kann mit giftigen Pflanzen wie dem Gefleckten Schierling oder dem Hahnenfuß verwechselt werden. Achte daher genau auf die typischen Merkmale des Gierschs: dreikantiger Stängel, dreiteilige Blätter, doldenförmige Blütenstände. Im Zweifelsfall lass den Giersch lieber stehen.
- Sauberkeit: Sammle Giersch nur an sauberen Standorten, fernab von Straßen, Industriegebieten und gespritzten Feldern. Wasche den Giersch vor dem Verfüttern gründlich ab.
- Abwechslung: Giersch sollte nicht als alleiniges Futtermittel dienen, sondern als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung. Biete deinem Pferd eine vielfältige Auswahl an Kräutern und anderen Futtermitteln.
- Allergien: In seltenen Fällen können Pferde allergisch auf Giersch reagieren. Beobachte dein Pferd genau, wenn du ihm zum ersten Mal Giersch fütterst.
Giersch: Mehr als nur Unkraut
Giersch ist ein wertvolles Futter für Pferde, das reich an wichtigen Nährstoffen ist und zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet. Mit etwas Wissen und Sorgfalt kannst du dieses "Unkraut" in einen wertvollen Bestandteil der Fütterung deines Pferdes verwandeln. Probiere es aus und profitiere von den positiven Eigenschaften des Gierschs!
Disclaimer: Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen deines Pferdes solltest du immer einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker konsultieren.
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