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Dualaktivierung für Pferde: Mehr Balance, Koordination und Gelassenheit

Lukas Fuchs vor 1 Monat Reiten & Ausbildung 3 Min. Lesezeit

Die Dualaktivierung ist mehr als nur ein Trend im Pferdetraining. Sie ist eine effektive Methode, um dieBalance, Koordination und Gelassenheit deines Pferdes zu verbessern. Aber was genau verbirgt sich hinter diesem Konzept, und wie kannst du es optimal nutzen? Tauche mit uns ein in die Welt der Dualaktivierung und entdecke die Vorteile für dich und dein Pferd.

Dualaktivierung für Pferde: Mehr Balance, Koordination und Gelassenheit

Dualaktivierung für Pferde: Ein umfassender Leitfaden

Die Dualaktivierung hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Trainingsmethode für Pferde entwickelt. Ursprünglich von Michael Geitner entwickelt, zielt sie darauf ab, die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften des Pferdes zu fördern, was zu verbesserter Balance, Koordination und Gelassenheit führen kann.

Was ist Dualaktivierung?

Dualaktivierung ist eine Trainingsmethode, die auf der Arbeit mit blau-gelben Gassen basiert. Diese Farben werden von Pferden gut wahrgenommen und dienen als visuelle Hilfen. Durch das Reiten oder Longieren des Pferdes durch diese Gassen in verschiedenen Mustern werden beide Gehirnhälften aktiviert und miteinander vernetzt.

Die Grundlagen der Dualaktivierung

  • Farbwahrnehmung: Pferde nehmen Blau und Gelb besonders gut wahr, daher die Wahl dieser Farben für die Gassen.
  • Gehirnhälften: Die Dualaktivierung fördert die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften, was die Lernfähigkeit und Koordination verbessert.
  • Visuelle Hilfen: Die Gassen dienen als visuelle Orientierungshilfe für das Pferd.

Die Vorteile der Dualaktivierung

Die Dualaktivierung bietet eine Vielzahl von Vorteilen für Pferde jeden Alters und Ausbildungsstandes:

  • Verbesserte Balance: Durch die Aktivierung beider Gehirnhälften verbessert sich die Balance des Pferdes, was besonders bei jungen oder unausbalancierten Pferden hilfreich ist.
  • Erhöhte Koordination: Die Übungen fördern die Koordination und das Körpergefühl des Pferdes.
  • Mehr Gelassenheit: Die Dualaktivierung kann helfen, Stress abzubauen und die Gelassenheit des Pferdes zu fördern.
  • Gesteigerte Aufmerksamkeit: Das Training fordert die Aufmerksamkeit des Pferdes und verbessert seine Konzentrationsfähigkeit.
  • Vielseitigkeit: Die Dualaktivierung kann sowohl vom Boden aus (Longieren, Handarbeit) als auch unter dem Sattel eingesetzt werden.

Wie funktioniert Dualaktivierung?

Die Dualaktivierung basiert auf verschiedenen Übungen und Mustern, die mit den blau-gelben Gassen durchgeführt werden. Hier sind einige Beispiele:

Übungen und Muster

  • Geradeaus durch die Gasse: Einfache Übung zum Kennenlernen der Gassen.
  • Volten und Zirkel: Fördern die Biegung und Balance des Pferdes.
  • Achterlinien: Verbessern die Koordination und das Zusammenspiel beider Gehirnhälften.
  • Kleeblatt: Eine vielseitige Übung, die seitliche Anlehnung und Koordination fördert (siehe YouTube-Video).
  • Kombinationen: Fortgeschrittene Übungen, die verschiedene Muster kombinieren und die Herausforderung für das Pferd erhöhen.

Dualaktivierung in der Praxis

Die Dualaktivierung kann in verschiedenen Disziplinen eingesetzt werden, vom Freizeitreiten bis zum Leistungssport. Sie eignet sich besonders gut für:

  • Junge Pferde: Um die Balance und Koordination zu fördern und eine solide Grundlage für die weitere Ausbildung zu schaffen.
  • Pferde mit Problemen: Um Stress abzubauen, die Gelassenheit zu fördern und spezifische Probleme wie Taktfehler oder Steifheit zu beheben.
  • Turnierpferde: Um die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und die Leistung zu optimieren.

Ausrüstung für die Dualaktivierung

Für die Dualaktivierung benötigst du hauptsächlich:

  • Blau-gelbe Gassen: Diese sind in verschiedenen Längen und Ausführungen erhältlich (siehe z.B. Krämer Pferdesport).
  • Longierpeitsche (optional): Zur Unterstützung der Körpersprache beim Longieren.
  • Passende Ausrüstung für das Reiten: Sattel, Trense, etc.

Worauf du bei der Dualaktivierung achten solltest

Um die Dualaktivierung effektiv und sicher zu gestalten, solltest du folgende Punkte beachten:

  • Langsam beginnen: Starte mit einfachen Übungen und steigere den Schwierigkeitsgrad allmählich.
  • Pferd beobachten: Achte auf die Körpersprache deines Pferdes und passe das Training entsprechend an.
  • Positive Verstärkung: Lobe dein Pferd für jede gelungene Übung.
  • Professionelle Anleitung: Ziehe bei Bedarf einen erfahrenen Trainer hinzu, der dich bei der Dualaktivierung unterstützt.

Dualaktivierung und Equikinetic

Oft wird die Dualaktivierung in Kombination mit der Equikinetic angewendet. Die Equikinetic ist ein weiteres Trainingskonzept von Michael Geitner, das auf Intervalltraining basiert und die Muskulatur des Pferdes stärkt (siehe Eschbach Horsemanship).

Fazit

Die Dualaktivierung ist eine vielseitige und effektive Trainingsmethode, die die Balance, Koordination und Gelassenheit deines Pferdes verbessern kann. Mit der richtigen Ausrüstung, Geduld und einer positiven Einstellung kannst du die Vorteile der Dualaktivierung für dich und dein Pferd nutzen.

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