Heulage: Das perfekte Futter für Ihr Pferd – Vorteile, Herstellung & Fütterung
Heulage ist ein beliebtes Futtermittel für Pferde, aber was genau ist Heulage eigentlich und warum ist es so gut für Pferde? In diesem Artikel erfahren Sie alles über die Vorteile von Heulage, wie sie hergestellt wird und wie Sie sie richtig an Ihr Pferd verfüttern.
Was ist Heulage?
Heulage, auch Gärheu genannt, ist eine konservierte Form von Grünfutter. Im Gegensatz zu Heu wird Heulage nicht vollständig getrocknet, sondern unter Luftabschluss gelagert. Dadurch kommt es zu einem Gärprozess, der das Futter haltbar macht. Heulage wird sowohl aus Gras als auch aus Kräutern und Leguminosen hergestellt.
Heulage vs. Heu und Silage: Was sind die Unterschiede?
Oft werden die Begriffe Heulage, Heu und Silage verwechselt. Hier die wichtigsten Unterschiede:
- Heu: Vollständig getrocknetes Gras, enthält wenig Feuchtigkeit.
- Heulage: Weniger stark getrocknet als Heu, Gärprozess unter Luftabschluss.
- Silage: Enthält noch mehr Feuchtigkeit als Heulage, stärkerer Gärprozess.
Die Vorteile von Heulage für Pferde
Heulage bietet zahlreiche Vorteile gegenüber Heu und Silage, insbesondere für Pferde:
- Staubarm: Heulage ist nahezu staubfrei, was besonders für Pferde mit Atemwegsproblemen von Vorteil ist.
- Nährstoffreich: Durch den geringeren Trocknungsgrad bleiben mehr Nährstoffe erhalten als bei Heu.
- Schmackhaft: Viele Pferde fressen Heulage lieber als Heu, da es saftiger und aromatischer ist.
- Verdaulich: Der Gärprozess macht die Heulage leichter verdaulich.
Die Herstellung von Heulage
Die Herstellung von Heulage erfolgt in mehreren Schritten:
- Schnitt: Das Gras wird gemäht, idealerweise zu einem Zeitpunkt, an dem es reich an Nährstoffen ist.
- Anwelken: Das Gras wird für kurze Zeit angewelkt, um den Feuchtigkeitsgehalt zu reduzieren.
- Pressen und Verpacken: Das angewelkte Gras wird zu Ballen gepresst und luftdicht in Folie verpackt.
- Gärung: In der Folie beginnt der Gärprozess, bei dem Milchsäurebakterien das Futter konservieren.
Worauf Sie beim Kauf von Heulage achten sollten
Beim Kauf von Heulage sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Qualität: Achten Sie auf eine gute Qualität des Futters, erkennbar an einer hellen Farbe und einem angenehmen Geruch.
- Zusammensetzung: Informieren Sie sich über die Zusammensetzung der Heulage (Gras, Kräuter, Leguminosen).
- Feuchtigkeitsgehalt: Der Feuchtigkeitsgehalt sollte nicht zu hoch sein, um Schimmelbildung zu vermeiden.
- Lagerung: Die Heulage sollte kühl und trocken gelagert werden.
Die richtige Fütterung von Heulage
Bei der Fütterung von Heulage gibt es ein paar Dinge zu beachten:
- Eingewöhnung: Führen Sie die Heulage langsam in den Futterplan Ihres Pferdes ein.
- Menge: Die Futtermenge hängt vom Bedarf des Pferdes ab. Als Richtwert können Sie ca. 1,5 bis 2 kg Heulage pro 100 kg Körpergewicht geben.
- Hygiene: Achten Sie auf Sauberkeit bei der Fütterung, um das Risiko von Bakterienwachstum zu minimieren.
- Kontrolle: Beobachten Sie Ihr Pferd genau, um sicherzustellen, dass es die Heulage gut verträgt.
Heulage und Kotwasser: Was tun?
Manche Pferde reagieren auf Heulage mit Kotwasser. Hier sind einige Tipps, was Sie tun können:
- Heulage reduzieren: Reduzieren Sie die Menge an Heulage und erhöhen Sie den Anteil an Heu.
- Probiotika: Geben Sie Ihrem Pferd Probiotika, um die Darmflora zu unterstützen.
- Tierarzt: Konsultieren Sie einen Tierarzt, um andere Ursachen für das Kotwasser auszuschließen.
Fazit
Heulage ist eine hervorragende Alternative zu Heu und Silage für Pferde. Sie ist staubarm, nährstoffreich, schmackhaft und leicht verdaulich. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität und füttern Sie die Heulage richtig, um die Vorteile optimal zu nutzen.
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