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Wie groß ist ein Marder? Größen, Gewicht und Unterschiede einfach erklärt

Lukas Fuchs vor 1 Monat Anatomie und Physiologie 3 Min. Lesezeit

Viele fragen sich: Wie groß ist ein Marder eigentlich — und woran erkennt man die verschiedenen Arten? In diesem Beitrag erkläre ich, welche Marderarten in Deutschland vorkommen, wie groß und schwer sie werden und worauf Sie achten können, wenn Sie ein Tier gesehen oder Schäden durch einen Marder entdeckt haben.

Kurz vorweg: „Marder“ ist nicht gleich „Marder“

Der Begriff „Marder" wird umgangssprachlich für mehrere Arten der Familie Mustelidae verwendet. In Deutschland sind besonders zwei Arten häufig: der Baummarder (Martes martes) und der Steinmarder (Martes foina). Daneben existieren weitere marderähnliche Tiere (z. B. Iltis, Marderhund), die sich in Größe und Gewicht unterscheiden. Deshalb lässt sich die Frage „Wie groß ist ein Marder?“ nur artabhängig und mit Spannbreite beantworten.

Übersicht: Körperlänge, Schwanzlänge und Gewicht der wichtigsten Arten

  • Baummarder (Martes martes)
    • Körperlänge: ca. 45–58 cm
    • Schwanzlänge: ca. 23–28 cm
    • Gewicht: etwa 0,5–2,0 kg (je nach Geschlecht, Jahreszeit und Region)
  • Steinmarder (Martes foina)
    • Körperlänge: ca. 36–52 cm
    • Schwanzlänge: ca. 16–30 cm
    • Gewicht: typischerweise 0,7–2,0 kg (Männchen meist etwas größer und schwerer)
  • Iltis / Marder (Mustela putorius) (häufig „Iltis“ genannt)
    • Körperlänge: ca. 35–45 cm
    • Schwanzlänge: ca. 12–18 cm
    • Gewicht: rund 0,5–1,6 kg

Zum Vergleich: Einige Musteliden wie Dachse sind deutlich größer (Badger: Körperlänge bis 80–90 cm), andere wie das Mauswiesel sehr klein (Körperlänge oft unter 20 cm).

Woran erkennt man Größe und Art im Gelände?

Wenn Sie ein Tier gesehen haben oder Spuren finden, helfen folgende Hinweise zur Abschätzung der Größe:

  • Sichtbeobachtung: Achten Sie auf Körperform (schlank und langgestreckt vs. gedrungen), Schwanzlänge (bei Baummardern auffallend lang) und Fellzeichnung (Steinmarder hat oft helles „Kragenfleck“ am Hals).
  • Spuren: Marderpfoten sind relativ klein; die Abdrücke von Vorder- und Hinterpfoten unterscheiden sich. Maßangaben sind aber unsicher – Fotos sind hilfreich.
  • Schadenbild: Steinmarder sind bekannter für Kfz-Schäden (Kabelbisse) und nähern sich gern Siedlungen; Baummarder sind häufig in Waldrandgebieten und klettern sehr gut.
  • Durchmesser von Schlupflöchern: Eine gebräuchliche Faustregel ist, dass ein ausgewachsener Marder durch erstaunlich kleine Öffnungen passt – oft wird 5–7 cm Durchmesser genannt. Das hängt aber von Körperbau und dem Tierzustand ab.

Warum die Größenangaben variieren

Mehrere Faktoren führen zu unterschiedlichen Angaben:

  • Geschlecht: Männchen sind meist größer und schwerer als Weibchen.
  • Saison: Im Herbst erreichen viele Tiere höhere Gewichte (Fettreserven für den Winter).
  • Regionale Unterschiede: Nahrungsangebot und Lebensraum beeinflussen Wachstum und Gewicht.
  • Messmethoden: Manche Angaben beziehen sich auf Kopf-Rumpf-Länge, andere auf Gesamtlänge inklusive Schwanz.

Praktische Beispiele – typische Größen aus Deutschland

Wenn Sie also nach einer schnellen Einordnung suchen:

  • Ein Baummarder wirkt insgesamt länger und schlanker: häufig gesamt (inkl. Schwanz) über 60–80 cm, Körper allein meist 45–58 cm.
  • Ein Steinmarder ist etwas kompakter: Körperlängen um 36–52 cm, mit Schwanz meist 50–75 cm gesamt.
  • Im Straßenverkehr oder auf Dächern sehen viele Menschen meist Steinmarder — besonders in Städten und Dörfern.

Wann ist die Größe relevant? (Schäden, Kontrolle, Schutz)

Die Kenntnis der Größe hilft bei praktischen Fragen:

  • Schutz von Autos: Wissen, dass Marder relativ klein, aber sehr beweglich sind, erklärt, warum sie leicht in Motorraum und an Kabel gelangen.
  • Ein- und Durchgangsöffnungen: Wenn Sie Dachboden oder Dachluken sichern, rechnen Sie damit, dass ein ausgewachsener Marder durch überraschend kleine Schlupflöcher kommen kann.
  • Artenschutz und Legalität: Die konkrete Artbestimmung (Baum- vs. Steinmarder) ist wichtig, weil Schutzstatus und erlaubte Maßnahmen sich unterscheiden können.

Weiterführende Quellen

Für tiefergehende Fakten und offizielle Steckbriefe eignen sich umfangreiche Nachschlagewerke und Naturschutzseiten, z. B. der Eintrag zu Mardern auf Wikipedia oder die Artbeschreibungen des Deutschen Jagdverbandes.

Fazit – die kurze Antwort

„Wie groß ist ein Marder?“ – das hängt von der Art ab. In Deutschland liegen Körperlängen typischer Marderarten meist zwischen 35 und 58 cm, hinzu kommt ein buschiger Schwanz (ca. 16–28 cm). Das Gewicht bewegt sich typischerweise zwischen 0,5 und 2 kg. Für eine genaue Bestimmung lohnt sich die Unterscheidung von Stein- und Baummarder sowie die Beobachtung von Schwanzlänge, Fellzeichnung und Verhalten.

Wenn Sie konkrete Fotos oder Spuren haben, können Sie diese gern hier beschreiben oder hochladen (wenn technisch möglich) — ich helfe bei der Einschätzung, ob es sich um einen Steinmarder, Baummarder oder einen anderen Marder-Verwandten handelt.

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