Jaspis-Arten entdecken: Farben, Herkunft und die wichtigsten Sorten erklärt
Jaspis ist einer der vielseitigsten Schmuck- und Sammlersteine — in unzähligen Farben und Mustern. Dieser Artikel stellt die wichtigsten Jaspis Arten vor, erklärt Herkunft, Eigenschaften und gibt praktische Kauf- und Pflegetipps für Interessierte und Sammler.
Was ist Jaspis?
Jaspis (oft im Englischen „Jasper“) ist eine undurchsichtige Varietät von Chalcedon, also mikrokristallinem Quarz. Chemisch besteht er überwiegend aus Siliziumdioxid (SiO2). Jaspis zeichnet sich durch eine Härte von etwa 6,5–7 auf der Mohs-Skala, eine dichte, feinkörnige Struktur und eine große Farb- und Mustervielfalt aus.
Warum gibt es so viele Jaspis Arten?
Die Vielfalt der jaspis arten entsteht durch unterschiedliche Einschlüsse und Mineralbeimengungen (z. B. Eisenoxide, Hämatit, Chlorit), die während der Bildung des Gesteins im Sediment oder in vulkanischem Material eingefangen werden. Dadurch entstehen Bänder, Punkte, Landschafts-ähnliche Muster, Augen oder bunte Streifen. Herkunftsgebiete wie Madagaskar, Australien, Brasilien oder die USA bringen jeweils typische Farb- und Musterkombinationen hervor.
Beliebte Jaspis-Arten (Übersicht)
Hier sind die bekanntesten Jaspis Arten mit kurzer Beschreibung:
Roter Jaspis
Farbe: Tiefrot bis ziegelrot. Ursache: Eisenoxide. Herkunft: weltweit. Verwendung: Schmuck, Handschmeichler. Wirkung (esoterisch): Erdung und Stabilität.
Grüner Jaspis
Farbe: Oliv- bis grasgrün, oft mit Musterungen. Häufig aus Afrika oder Indien. Beliebt in Schmuck und für Heilstein-Anwendungen.
Ozean-Jaspis (Ocean Jasper)
Farbe/Muster: Runde „Orbicular“-Muster in grünlichen, gelben und rosa Tönen. Herkunft: Madagaskar. Sehr gefragt wegen der spektakulären Augenmuster.
Landschaftsjaspis / Picture Jasper
Farbe/Muster: Beige bis braune, gesprenkelte Muster, die an Landschaftsbilder erinnern. Ideal für Cabochons und dekorative Objekte.
Leopardenjaspis
Farbe/Muster: Gepunktete, fleckenartige Oberflächen in warmen Tönen. Beliebt für Perlen und Modeschmuck.
Heliotrop (Blutstein)
Farbe: Dunkelgrün mit roten Punkten (Eisenoxide). Traditionell als Heil- und Schutzstein bekannt. In Handelskreisen oft als Varietät des Jaspis angesehen.
Mookait (Mookaite)
Farbe: Rote, gelbe und cremefarbene Töne, oft scharf kontrastierend. Herkunft: Australien (West-Australien). Stark gefragt für Schmuck und Sammlerstücke.
Kambaba-Jaspis (Kambaba/Green Stromatolite)
Farbe/Muster: Grüntöne mit dunklen, rundlichen Mustern. Fossiler Ursprung (Stromatolithen). Häufig aus Madagaskar und Afrika.
Dendritischer Jaspis
Muster: Baum- oder farnähnliche Einschlüsse (Mangan- oder Eisenoxide). Besonders dekorativ für Cabochons.
Brecciated Jaspis
Beschreibung: Bruchstücke, die durch natürliche Verkittung ein Mosaik bilden – sehr dynamisches Aussehen, beliebter Schmuckstein.
Bumblebee-Jaspis (Hinweis)
Farbe: Gelb-Schwärzungen mit Streifen. Achtung: Technisch gesehen kein echter Jaspis, oft als «Bumblebee» verkauft — meist aus vulkanischem Schwefel und anderen Mineralien zusammengesetzt; kann gesundheitlich problematisch sein (Schwefel, Arsen). Nicht für den dauerhaften Hautkontakt empfohlen.
Vorkommen und Herkunft
Wichtige Fundorte sind Madagaskar (Ocean Jasper, Kambaba), Australien (Mookaite), Brasilien, Indien, Russland, die USA (Arizonas roter Jaspis) und Teile Afrikas. Manche Namen leiten sich von Herkunftsorten ab, andere von Aussehen (z. B. Landschaftsjaspis).
Verwendung und Wert
Jaspis wird hauptsächlich zu Schmuck (Perlen, Cabochons, Anhänger), Zierobjekten (Schalen, Kugeln) und Sammlerstücken verarbeitet. Der Wert hängt ab von: Farbe, Muster, Größe, Politur, Seltenheit der Sorte und Herkunft. Seltene Muster wie hochwertige Ocean Jasper Stücke oder ungewöhnliche Mookaite-Muster erzielen höhere Preise.
Pflege, Erkennung und Imitationen
- Reinigung: Mit lauwarmem Wasser und weicher Bürste; keine starken Chemikalien. Anschließend trockenwischen.
- Abrieb/Härte: Mit einer Härte von 6,5–7 ist Jaspis relativ widerstandsfähig, aber gegenüber härteren Materialien (Diamant, Korund) kratzempfindlich.
- Erkennung: Echte Jaspise zeigen feinkörnige Struktur, keine Glasähnliche Brillanz. Bei Zweifeln professionelle Echtheitsprüfung (Lupenprüfung, Dichtebestimmung).
- Imitationen: Glas, Harz-Imitate oder gefärbte Steine/Bruchstücke können Jaspis imitieren. Achten Sie auf ungewöhnlich starke Farben, Blasen (bei Glas) oder tackige Oberfläche (Harz).
Kauf- und Sammlertipps
- Kaufen Sie bei seriösen Händlern und fragen Sie nach Herkunft und gegebenenfalls Zertifikaten.
- Vergleichen Sie Muster und Farbe — bei Jaspis ist die Optik entscheidend für den Preis.
- Achten Sie auf realistische Preise: ungewöhnlich billige „Ocean Jasper“-Stücke sind oft Imitate oder stark nachbehandelt.
- Informieren Sie sich über besondere Sorten: z. B. ist Mookait typisch australisch, Ocean Jasper meist madagassisch.
Weiterführende Links
Vertiefende Informationen finden Sie bei Wikipedia: Jaspis – Wikipedia und im Mineralienatlas: Mineralienatlas: Jaspis.
Fazit
Die Welt der jaspis arten ist groß und abwechslungsreich. Ob Sie Jaspis wegen seiner Farben, Muster oder esoterischen Bedeutungen schätzen — es lohnt sich, verschiedene Sorten kennenzulernen. Achten Sie beim Kauf auf Herkunft, Verarbeitung und Echtheit, dann finden Sie langlebige, schöne Stücke für Schmuck oder die Sammlung.